Die Zehn Gebote reden davon sich kein Bild von Gott zu machen. Und das macht ja auch niemand … oder?
Ein Buch, welches dies meines Erachtens auf wunderbare Weise aufgreift ist “Die Hütte” von William Paul Young. Der Protagonist Mack trifft nach einem schweren Schicksalsschlag Gott (in seiner Dreieinigkeit als Vater, Sohn und Heiliger Geist) in einer abgelegenen Hütte. Sehr vieles von dem wie Gott in Macks Augen ist bzw. sein sollte wird in dieser Hütte auf den Kopf gestellt:
- Der Vater ist eine dicke schwarze Frau.
- Jesus ist gar nicht so schön wie Mac sich das gedacht hat, sondern eher “normal”.
…
Auf diese und ähnliche Art hinterfragt Young die Bilder über Gott, die wir eben doch haben. Zumindest habe ich gemerkt, dass ich mir aus meinen Erfahrungen und Gedanken über Gott, sehr einfach ein Bild von ihm machen kann. Dieses wiederum ist ehrlich gesagt sehr beschränkt.
Hier von Annahmen auszugehen, hat eine Offenheit, die sich immer wieder neu – und anders – auf Gott einlassen kann. Ein Bild bedeutet immer auch eine relativ feste Vorstellung von dem wie etwas ist. Eine Annahme lässt eine weitaus größere Offenheit zu, sich etwas Besseren belehren zu lassen und dazu zu lernen.